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montag: musique

Articulation

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sonntag: lutaretir

Aus dem Hinterhaus

„Ein Mensch kann einsam sein, obwohl er von vielen geliebt wird, wenn er nicht für einen Menschen ‚der Liebste‘ ist.“

Anne Frank – Tagebuch der Anne Frank

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samstag: open up!

Keine Merzrevolution!

Die Serie von Wahlausgängen, die mich erfreuen, geht weiter. Armin Laschet, der nette konservative Onkel aus der Chefetage einer weitgehend namenlosen Wurstfabrik schlägt Graf Voldemerz, Herrscher von Blackrock und das wohl nur dank der Unterstützung der Unterstützer von Nobbi Röttgen, Fielmannbrillenmodel a.D. und Rollenbild aller zu netten Männer.

Wir bleiben also höchstwahrscheinlich von Friedrichs (der Xte) neoliberaler Kanzlerägide verschont und er kann wieder zurück in den Untergrund krummer Deals und zukurzgedachter Wirtschaftsoptimierung, wo er dann an langen Tischen in hochgelegenen Büros Witze über Minderheiten machen möge.

Rechtsanwalt Fernkorn stellt klar, dass dies alles rein ausgedachte Ausführungen sind, die sich allerdings an realexistierenden Anmerkungen des Merzes orientieren. Er kann mir aber gerne schreiben, wenn er sich nicht getroffen fühlt. Oder gerade wenn er sich getroffen fühlt.

So versatil ist Sprache, dass sogar Gegensätzliches mit einem Wort ausgedrückt werden kann. Und genau in diesem Sinne – keine Merzrevolution!

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freitag: mensch+maschine

Verpackungsnull

Schämt ihr euch für euren Lieferessenverpackungsmüll? Ja? Zu Recht! Ist ja auch wirklich peinlich. Nicht nur zu faul zu kochen, sondern auch noch nen ganzen Sack Müll am Abend.

Für das Müllproblem gibt es – bis der Gesetzgeber endlich seinen lahmen Hintern entkodifiziert – jetzt eine elegante Zwischenlösung. Genauer mehrere, so z.B. Relevo, Vytal und Recup/Rebowl. Damit können Essensbehälter unkompliziert entliehen werden.

Die Downside: Bisher gibt es noch keine Möglichkeit, dass die Lieferung nach Hause geliefert wird. Wer also auch zu faul zum Abholen ist, dem wird damit nicht geholfen. Aber wer so faul ist, ist vermutlich auch zu faul über den Müll nachzudenken.

https://www.vytal.org/

https://www.gorelevo.de/

https://recup.de/

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donnerstag: celluloid

Persönliche Bilderschau 2020 & The Death Of Mr. Lazarescu

Persönliche Bilderschau 2020

© myself, auch unter: @21instagrams

The Death Of Mr. Lazarescu

Preisgekröntes Kino aus Rumänien. Kostenlos auf YouTube. Viel Vergnügen!

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mittwoch: freakyfuckedup

Passwort_200.000.000

Diese Woche fucked up: Ich habe mein Passwort für meine 7002 Bitcoin vergessen. Also ich nicht. Er:

https://www.golem.de/news/kryptowaehrung-mann-verliert-passwort-zu-fast-200-millionen-euro-in-bitcoin-2101-153373.html

Hypnose? Meditation? Rückwärts trinken? Zeitreise? Jedenfalls ein echtes Luxusproblem!

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dienstag: die öffentliche meinung

Schließt die wahre Schweinebucht

Das Gefangenenlager in Guantanamo Bay hat 19. Geburtstag gefeiert und immer noch sind dort 40 Menschen eingesperrt. Ohne taugliche Rechtsgrundlage versteht sich.

Ich verfüge hiermit die Schließung dieser Sauerei und gehe davon aus, dass mein Opi Joe sich um die Umsetzung kümmert. Außerdem war Orange die Signaturefarbe von T. und der geht ja bald selbst in den Bau. Vielleicht wäre das eine geeignete Anschlussverwendung für Schweinebucht II: T. in Guantanamo, Orange in Orange, umgeben von seinen kommunistischen Lieblingslatinos.

Das ist so ein fantastisches Szenario, ich würde für die Show sogar Geld bezahlen.

Arbeitstitel: The Real Apprentice

https://www.amnesty.de/allgemein/pressemitteilung/usa-biden-muss-guantanamo-schliessen

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montag: musique

Future Islands – Hit the coast

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sonntag: lutaretir

Bob Dylan – Desolation Row

They’re selling postcards of the hanging
They’re painting the passports brown
The beauty parlor is filled with sailors
The circus is in town
Here comes the blind commissioner
They’ve got him in a trance
One hand is tied to the tight-rope walker
The other is in his pants
And the riot squad they’re restless
They need somewhere to go
As Lady and I look out tonight
From Desolation Row.

Cinderella, she seems so easy
„It takes one to know one,“ she smiles
And puts her hands in her back pockets
Bette Davis style
And in comes Romeo, he’s moaning,
„You belong to Me I Believe.“
And someone says, „You’re in the wrong place, my friend
You’d better leave.“
And the only sound that’s left
After the ambulances go
Is Cinderella sweeping up
On Desolation Row.

Now the moon is almost hidden
The stars are beginning to hide
The fortune-telling lady
Has even taken all her things inside
All except for Cain and Abel
And the hunchback of Notre Dame
Everybody is making love
Or else expecting rain
And the Good Samaritan, he’s dressing
He’s getting ready for the show
He’s going to the carnival tonight
On Desolation Row.

Ophelia, she’s ’neath the window
For her I feel so afraid
On her twenty-second birthday
She already is an old maid
To her, death is quite romantic
She wears an iron vest
Her profession’s her religion
Her sin is her lifelessness
And though her eyes are fixed upon
Noah’s great rainbow
She spends her time peeking
Into Desolation Row.

Einstein, disguised as Robin Hood
With his memories in a trunk
Passed this way an hour ago
With his friend, a jealous monk
NOW, he looked so immaculately frightful
As he bummed a cigarette
Then he went off sniffing drainpipes
And reciting the alphabet
You would not think to look at him
But he was famous long ago
For playing the electric violin
On Desolation Row.

Dr. Filth, he keeps his world
Inside of a leather cup
But all his sexless patients
They ARE trying to blow it up
Now his nurse, some local loser
She’s in charge of the cyanide hole
And she also keeps the cards that read
„Have Mercy on His Soul“
They all play on the penny whistle
You can hear them blow
If you lean your head out far enough

From Desolation Row.
Across the street they’ve nailed the curtains
They’re getting ready for the feast
The Phantom of the Opera
In a perfect image of a priest
They are spoon-feeding Casanova
To get him to feel more assured
Then they’ll kill him with self-confidence
After poisoning him with words
And the Phantom’s shouting to skinny girls
„Get outta here if you don’t know“
Casanova is just being punished for going
To Desolation Row.

At midnight all the agents
And the superhuman crew
Come out and round up everyone
That knows more than they do
Then they bring them to the factory
Where the heart-attack machine
Is strapped across their shoulders
And then the kerosene
Is brought down from the castles
By insurance men who go
Check to see that nobody is escaping
To Desolation Row.

Praise be to Nero’s Neptune
The Titanic sails at dawn
Everybody’s shouting
„Which side are you on?“
And Ezra Pound and T. S. Eliot
Fighting in the captain’s tower
While calypso singers laugh at them
And fishermen hold flowers
Between the windows of the sea
Where lovely mermaids flow
And nobody has to think too much
About Desolation Row.

Yes, I received your letter yesterday
About the time the door knob broke
When you asked me how I was doing
Or was that some kind of joke?
All these people that you mention
Yes, I know them, they’re quite lame
I had to rearrange their faces
And give them all another name
Right now I can’t read too good
Don’t send me no more letters no
Not unless you mail them
From Desolation Row.

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samstag: open up!

Ausgezwitschert

Das hat gedauert.

Zu lange.

Es zwitschert nicht mehr aus Donalds Tastatur.

Warum erst jetzt?

Die Rolle von Twitter ist eine fragwürdige.

Warum durfte dieser Mann so viel Unheil anrichten?

Zu Unruhen aufstacheln, Schwachsinn erzählen, Müll, Mist, Bullshit.

T. hat die digitale Kommunikation zu einer Raketenabschussstation ausgebaut. Er hat damit Menschen getötet. Über Jahre.
Und das Vögelchen hat zugeschaut.

T. hat Twitter zum Leitmedium der Weltpolitik gemacht. Einer Weltpolitik des Bockmists. Gestatten, Donald Twitter, Präsident der Arschlöcher.
Und das Vögelchen hat genickt.

T., abgewählt, schwach, hat seinen Idiotismus nunmehr ins Capitol geschossen. Ein Haufen behörnter Deppen als Munition.
Und das Vögelchen hat den Daumen gesenkt.
Endlich.

Der geschlagene T. geht, angeknackst, bald gebrochen. Ein wütender Clown, ein enttäuschter Narziss, ein überzeugter Idiot.
Und das Vögelchen bleibt.
Befleckt.

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freitag: mensch+maschine

Zähne zeigen für den Datenschutz

Was habe ich den Mandanten 2018 gesagt: Das Neue an der DSGVO sind im Wesentlichen die hohen Bußgelder. Und erfreulicherweise werden die dann auch mal verhängt, wenn jemand richtig Murks macht. So wie jetzt bei einem Elektronikhändler, der es offenbar für notwendig hielt, seine Mitarbeiter mit Kameras zu überwachen.

Böse, böse, böseteuer…

https://netzpolitik.org/2021/dsgvo-millionenstrafe-gegen-online-haendler-wegen-videoueberwachung/

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donnerstag: celluloid

Uncut Gems

Auf Netflix schlummert dieser Film schon seit Anfang letzten Jahres herum und trotzdem ist er mir erst vor einigen Tagen vor die Linse getreten. Was für ein Parforceritt! Ritalin in cineastischer Form! Sandler rast durch den Film, irre. Und die Filmhandlung arbeitet mit der Umgebung, wie ich das selten gesehen habe.

Für mich völlig klar: In absehbarer Zeit werden die Regisseure, die Brüder Safdie, mit dem Hollywoodmainstream den Boden aufwischen. Das ist eine Geradlinigkeit, die sich mit dem aktuellen Genole diametral entgegenstellt. Mehr von auf die Fresse, bitte!

https://www.rottentomatoes.com/m/uncut_gems

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mittwoch: freakyfuckedup

Ape me!

Ein Chirurg, der seinen Patienten Affenhoden als Verjüngungskur einoperiert und von seinem reichen Verdienst ein Luxusleben in Paris führt. Wäre das ein Romanplot, ich hätte eingewendet:Völlig absurd! Ist aber so passiert.

https://www.vice.com/de/article/gy747y/deshalb-transplantierte-dieser-arzt-menschen-affenhoden-voronoff

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dienstag: die öffentliche meinung

Schneetief Ahmet & Georgia on my Mind

Schneetief Ahmet bringt uns weiße Neujahrsvibes und lässt auf den Berliner Straßen den Matsch spritzen. Moment: Ahmet? Wo ist denn Tief Cordula hin? Hoch Markus?

Ein Verband, die „Neuen deutschen Medienmacher*innen“, hat im Rahmen der Kampagne „Wetterberichtigung“, die Namensrechte (Patenschaften) einiger Hoch- und Tiefdruckgebiete eingekauft. Und besetzt jetzt fleißig Wetterphänomene mit Namen, die der multikulturellen deutschen Gesellschaft mehr entsprechen, als es eben die üblichen „Heimatfilmnamen“ tun.

Anyway: Danke für den Schnee, Ahmet, auch wenn nicht viel liegen geblieben ist.

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1146599.wetterberichtigung-frau-holle-heisst-jetzt-ahmet.html

Stichwahl in Georgia am heutigen Tag und es ist scheißewichtig für die Welt. Unter anderem die Klimapolitik der Vereinigten Staaten hängt an der Senatsmehrheit und die weltweite Klimapolitik hängt (leider) nicht unerheblich an der der USA. Wenn Biden nicht (für mindestens zwei Jahre) zur „Lame Duck“ werden soll, müssen die Demokraten beide Stichwahlen gewinnen. Also heißt es Daumen drücken!

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montag: musique

Swans – The Seer

Schlicht eine abgefahrene musikalische Erfahrung.

Swans – The Seer
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sonntag: lutaretir

The Brief Wondrous Life of Oscar Wao

„Oscar was a social introvert who trembled with fear during gym class and watched nerd British shows like Doctor Who and Blake’s 7, and could tell you the difference between a Veritech fighter and a Zentraedi walker, and he used a lot of huge-sounding nerd words like indefatigable and ubiquitous when talking to niggers who would barely graduate from high school. One of those nerds who was always hiding out in the library, who adored Tolkien and later the Margaret Weis and Tracy Hickman novels (his favorite character was of course Raistlin), and who, as the eighties marched on, developed a growing obsession with the End of the World. (No apocalyptic movie or book or game existed that he had not seen or read or played—Wyndham and Christopher and Gamma World were his absolute favorites.) You get the picture. His adolescent nerdliness vaporizing any iota of a chance he had for young love. Everybody else going through the terror and joy of their first crushes, their first dates, their first kisses while Oscar sat in the back of the class, behind his DM’s screen, and watched his adolescence stream by. Sucks to be left out of adolescence, sort of like getting locked in the closet on Venus when the sun appears for the first time in a hundred years. It would have been one thing if like some of the nerdboys I’d grown up with he hadn’t cared about girls, but alas he was still the passionate enamorao who fell in love easily and deeply. He had secret loves all over town, the kind of curly-haired big-bodied girls who wouldn’t have said boo to a loser like him but about whom he could not stop dreaming. His affection—that gravitational mass of love, fear, longing, desire, and lust that he directed at any and every girl in the vicinity without regard to looks, age, or availability—broke his heart each and every day. Despite the fact that he considered it this huge sputtering force, it was actually most like a ghost because no girl ever really seemed to notice it. Occasionally they might shudder or cross their arms when he walked near, but that was about it. He cried often for his love of some girl or another. Cried in the bathroom, where nobody could hear him.“

– Junot Diaz. „The Brief Wondrous Life of Oscar Wao“

https://en.wikipedia.org/wiki/The_Brief_Wondrous_Life_of_Oscar_Wao

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samstag: open up!

minor confusion

Steinberg ist wirklich cool!!

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freitag: mensch+maschine

#addict

Holy Shit:

„Gemäß den Selbstangaben der Teilnehmer gab es deutliche Unterschiede zwischen beiden Gruppen: Die „Instagram-Süchtigen“ verwenden ihr Smartphone im Mittel 7,5 Stunden am Tag, davon 2,5 für den Foto- und Videodienst. Die Kontrollgruppe lag mit 3,5 Stunden Smartphone-Nutzung und bis zu einer Stunde Instagram täglich deutlich darunter.“

https://www.heise.de/news/Instagram-Sucht-im-Gehirnscan-sichtbar-4993143.html

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donnerstag: celluloid

Meine Lieblingsserien 2020

Nachdem letzte Woche die Filme dran waren, jetzt die Serien:

Unorthodox: Über meine junge Frau, die in einer ultraorthodoxen jüdischen Familie in Williamsburg aufwächst, heiratet und eines Tages nach Berlin flieht.

Braunschlag: Braunschlag, ein Ort wo noch Wunder geschehen – oder aber auch nicht. Brillante österreichische Provinzsatire.

Unbelievable: Hartes Thema, realer Hintergrund. Eine junge Frau wird vergewaltigt und keiner glaubt ihr, nein, sie wird sogar selbst als Täterin angeklagt. Der wahre Täter geht weiter seinen Neigungen nach, bis …

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mittwoch: freakyfuckedup

Verteilungskampf? Bitte nicht.

Noch ein Tag bis zum ruhigsten Silvester seit fast der Erfindung der Elektrizität.

Diese Woche „fucked up“: Der SPIEGEL (kann ich mit PopUpBlocker leider nicht mehr lesen) berichtet (so LageDerNation) über die suboptimale Impfdosen-Bestellstrategie der EU. Nicht genug für uns, alles verpeilt, bürokratisch, ich ich ich?

Was lerne ich daraus? Impfdosen sind das neue Toilettenpapier. Jedem das (entnazifizierte!) Seine und mir das Allermeiste. Ein typischer Reflex einer verängstigten Gesellschaft.

Gelassenheit war schon seit ich die Streitereien meiner Grundmitschüler moderiert habe, einer meiner mir liebsten Wesenszüge. Ja, und jetzt stinkt es eben ein wenig. Aber: Wir werden schon zurechtkommen. Sicher!

Das Leben ist kein Rennen, es geht nicht um DAS Ziel. Es ist ein Spaziergang, schau dich um, was passiert um dich herum? Was willst du, was die anderen – und warum?

Wir schaffen das!

Wir kommen da gemeinsam durch und sind früh genug diesen Mist los und bis dahin heißt es Rücksicht nehmen und Leben retten und danach heißt es auch Rücksicht nehmen und Leben retten, nur dass das dann nicht mehr so plakativ erwähnt werden wird und deshalb noch viel wichtiger ist zu erinnern.