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mittwoch: freakyfuckedup

Lazy Seal

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dienstag: die öffentliche meinung

Grün wie die Hoffnung(?)

Vor vielen Jahren habe ich an dieser Stelle mal über einen grünen Regierenden Bürgermeister* sinniert. Jetzt dürfen wir angesichts der aktuellen Umfragewerte der Grünen sogar über eine grüne Kanzlerin nachdenken.

Die im positiven Sinne sackartige Robustheit von Frau Merkel scheint Annalena Baerbock gleichfalls auszuzeichnen und sie lässt sich auch von der deutschen TV-Elite (*hust*) keine Angst einjagen. Spricht für eine gesunde Auffassungsgabe.

Dass Oscar Lafontaine den politischen Sargdeckel öffnet und bei Facebook vor sich hinschimpft ist wohl auch positiv zu bewerten. Dass diese Frau Baerbock nicht so richtig als klassische Grüne erscheinen will – geschenkt. Mir ist ein Fortschritt der unter dem maximal Erwartbaren verbleibt, lieber, als ein Fortschritt der über dem Erwartbaren liegt, aber absolut kleiner ist. Oder schlichter formuliert: Das Ergebnis zählt, nicht das Delta zur umrahmenden Ideologie.

Diese Welt braucht politisch, das zeigt Bidens erfreulicher Klimaapproach (auf den ich so schon länger gehofft hatte), mutige Entscheidungen und kein Rumgeeier. Das Bullshitgelaber der Wirtschaftseliten, seien es die uralten Trickle-Down-Lügen, die nur die Ungleichheit kaschieren sollen, das internationale Steuergemurkse oder der Lobbyismus-Korruptions-Kreislauf in allen wesentlichen Politikstrukture,n müssen aufhören – und wir brauchen ein internationales Gespann, was das begreift und anpackt.

Die USA und die EU (die eben politisch und wirtschaftlich an erheblich Deutschland hängt) sind dabei die einzigen, die realistisch eine globale Veränderung bewirken können. Denn ob die Chinesen sich in absehbarer Zeit von ihrem Überwachungsregime befreien können, ich mag es nicht prognostizieren. Und auf Russland möchte ich auch nicht wirklich setzen, zu groß das Chaos.

Die politische Welt ist derzeit eine Wundertüte, in der Erfahrung vermutlich weniger zählt als Energie und Innovationsgeist. Insofern wäre eine junge grüne Kanzlerin ein gutes Signal und ein realistischer Lösungsansatz. Die Ellbogenpolitik alter, egozentrischer Männer hat uns in Tausenden Jahren hauptsächlich eins eingebracht: Ärger und viele Tote. Und wenn etwas Ärger macht, dann wird es üblicherweise ausgetauscht. Früher – oder später.

Also bitte: Nicht so frech sein, Oscar! Und einfach mal offen für Veränderung.

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montag: musique

Pump Up The Jam

Technotronic – Pump Up The Jam
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sonntag: lutaretir

Der goldene Handschuh

Gelesen vom Autor selbst und vollständig bei Spotify.

Folge 1 (Spotify)

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samstag: open up!

****Re/Eis/Se****

Genderkonform und von hinten wie von vorn. Mrof-nok-red-neg. Was für ein wundervoller Klang!

Bald gibt es in deutschen Wörterbüchern mehr Sterne als am Nachthimmel und mir ist das so wunderbar egal. Ich mache mich lieber auf die ReEisSe!

Also: Eine weitere Stellvertreterdiskussion, die ohne mich stattfinden darf. Ich bin dann zur echten Gleichberechtigung zurück!

VersprochIn!

Alice Sophie Schwarzer bei Alfredissimo (Boküsschen)
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freitag: science please

Freundschaft

Was alte Freunde trennt und verbindet (Spektrum)

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donnerstag: celluloid

Sharp Objects

Die Miniserie (auch Limited Series) wird immer mehr zum Vollformat der Filmkunst. Für einen Plot der sich in zwei bis drei Stunden nicht ausreichend erzählen lässt (The Irish Man(!)), aber eben in sechs bis acht Stunden sind sie das perfekte Format. Und vermeiden dabei die typischen Fehler einer klassischen Serie, insbesondere die elenden Wiederholungen und die zunehmende Verwässerung einer oft brillanten Ausgangsidee (z.B. Stranger Things).

Die Miniserien Top Of The Lake, Chernobyl, The Night Of oder Unbelievable gehören entsprechend zu den besten Produkten der Filmindustrie in den letzten zehn Jahren. Und auch die HBO-Produktion Sharp Objects mit der brillianten Hauptdarstellerin Amy Adams als alkoholsüchtige Journalistin (kann ich das Adjektiv da eigentlich weglassen?), die in ihrem Heimatdorf wegen mehrerer Morde an jungen Mädchen investigativ ermittelt und dabei immer mehr in ihre eigene Vergangenheit eintaucht, lohnt sich sehr.

Sharp Objects (Rotten Tomatoes), verfügbar u.a. bei Sky

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mittwoch: freakyfuckedup

Super Intrigue League

Diese Woche Fucked Up: Die Super League.

Wer noch einen Beweis gebraucht hat, dass der Besitz von Macht und Geld nur sehr ausschnittsweise mit Intelligenz zu tun hat, konnte in den letzten Tagen ohne Ende Material beim Projekt Super League einsammeln. Die Art und Weise wie die Initiatoren der Super League, allen voran Florentino Perez, ihr geplantes Produkt auf den Markt geworfen haben, lässt wirklich daran zweifeln, ob da noch irgendwas arbeitet in den Köpfen der großen Fußball-Manager. Zu offensichtlich die Fehlplanung, zu miserabel das Timing und auch eine völlige Fehleinschätzung hinsichtlich des Zuschauerinteresses ist offensichtlich.

Perez, Bauunternehmer, Präsident von Real Madrid und geplanter Vorsitzender der Super League, wirkte dabei mehr wie ein verzweifelter Eigner eines insolventen Unternehmens auf der Suche nach einem letzten, dummen Investor, denn wie ein selbstbewusster Visionär. Und dass jetzt alles nach nicht einmal drei Tagen zusammen gebrochen ist, zeigt: Das ganze war einfach nur eine Scheißidee und peinlich für alle Beteiligten. Das Ergebnis Einstampfung ist das einzige realistische, denn die Super League wäre am bestehenden System Fußball eher früher als später zerschellt. Der Fußball ist eben ein grundkonservatives Milieu, das keine großen Neuerungen akzeptiert. Zwar eines in dem die Kunden fast alles kaufen und das zu teils absurden Preisen. Aber eben auch eines, das stolz ist auf das Fundament, auf dem der Profifußball fußt.

Dass quasi jeder, der gegen einen Ball tritt, irgendwie noch im gleichen Ligasystem agiert, gibt den oberen Ligen ihre Berechtigung, ihren Charme und versorgt alle Beteiligten mit dem dringend benötigten Tropfen Wir-Gefühl. Ohne diese Gemeinsamkeit, wird die Konsummaschine Profifußball zum einzig stilbildenden Objekt. Und die gesellschaftliche Leere sichtbar.

Was von der Super League noch bleibt, ist ein großer Machiavelli-Moment. Ein dilettantischer Dolchstoß, der letztlich im eigenen Arsch landete. Die Superintriganten haben versagt, die Gauner in den Sportverbänden jubeln.

Ein großer Reformbedarf bleibt, denn der Status Quo des Profifußballs ist nicht wirklich zufriedenstellend. Der Fußball tut sich m.E. dann einen Gefallen, wenn er sich nicht weiter aufbläst, sondern entschlackt. Weniger sinnfreie Wettbewerbe, mehr Qualität.

Wenn Spielergehälter und Beraterhonorare gedeckelt werden, wenn Ticketpreise stabilisiert werden oder sinken, wenn die wiederkehrenden Ballgeschichten von David und Goliath unseren Glauben daran stärken, dass mit Glück und Können alles möglich ist, dann wird die Liebe zum Spiel eine dauerhafte bleiben.

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dienstag: die öffentliche meinung

Spezies X

Stellen wir uns das Folgende vor: Wir fliegen vorwärts durch die Zeit in die ferne Zukunft. Wir leben tatsächlich weiterhin auf unserem schönen Planeten. Wir haben endlich unsere massiven Probleme in den Griff bekommen und verwüsten unsere Umwelt nicht weiter. Der Erde geht es gut. Pflanzen und Tiere feiern eine Party und alle sind eingeladen.

Dann kommt eine neue Spezies auf diese Welt. Ich nenne sie der Einfachheit halber Spezies X. Herkunft unklar. Herkunft egal.

Spezies X ist ehrgeizig. Spezies X ist rücksichtslos. Spezies X kümmert sich nicht darum, was wir machen oder wollen. Spezies X ist also wie wir heute (2021) sind und in der Zukunft gewesen sein werden.

Was denken wir über Spezies X? Was tun wir?

Wir werden sie kritisieren.

Wir werden sie verabscheuen.

Wir werden versuchen sie umzubringen.

Aber das können wir nicht. Spezies X ist stärker, schlauer, agressiver als wir, fast unverwundbar. Pech gehabt. Wir sind zwar mindestens noch Haie, aber sie sind die neuen Menschen und schneiden uns die Flossen ab, wenn sie gerade Bock haben.

Reihenweise zähneknirschend werden wir also dabei zuschauen, wie Spezies X den Planeten zerstört. Und wir werden uns Fragen:

Wie können die nur so blöd sein? Wie können die nur so ignorant sein?

– Intermission –

Wir sind wieder im Jahr 2021. Jeden Tag, wenn ich den Laptop aufklappe, sehe ich Spezies X. Nur ist es nicht Spezies X. Sondern meine Spezies. Spezies M.

Jeden Tag sehe ich einen riesigen Haufen dummer Entscheidungen, Mechanismen, Strukturen die meine Spezies ausführt, bedient. Ist das akzeptabler, weil es meine Spezies ist? Sollte ich deswegen kulanter sein?

Ich sehe keinen Grund, warum ich kulanter sein sollte. Die Taten sind die gleichen. Die Effekte sind die gleichen. Die Folgen auch. Ob ich nun 99% Gemeinsamkeiten in der DNA aufweise oder 99,9%. Who cares?

Und doch bin ich endlos kulant. Vielmehr noch: Ich schaukele meine Eier im Takt des Weltuntergangs. Ich denke wirtschaftlich, ich cheate, ich verbiete mir nicht alles, ich verbiete mir fast nichts. Die anderen Ms sind ja auch nicht besser. Die anderen Ms sind schlimmer.

Bin ich überhaupt verantwortlich? Mache ich schon deshalb mit, weil ich nicht nicht mitmache? Muss ich im Wald Beeren sammeln und unter dem Sternenhimmel schlafen oder reicht es schon künftig nach Malle zu laufen? Und zu schwimmen. Und zurück zu schwimmen und zu laufen.

Ich fürchte beides reicht nicht. Wir brauchen einen Trick.

Sind wir denn wirklich alle Ms? Nein. Hier können wir etwas tricksen. Dann sind wir nicht alle Ms. Wir haben die Mächtigen, wir haben unsere Häuptlinge, fast so stark wie Spezies X. Wir haben Spezies MX erschaffen.

Ja! Nur Spezies MX macht, was sie will. Die sind schuld! Und Spezies MX scheint Spezies M egal zu sein. Aber warum? Wir haben Sie doch erschaffen. Sie sollten uns doch dankbar sein..! Sind sie vielleicht auch ein bisschen, merken wir aber wenig von.

– Abspann –

Alle Zuschauer bleiben im Saal sitzen, weil keiner glauben kann, dass das Ende war. Es muss noch eine Auflösung kommen! Was ist denn nun mit Spezies MX? Was tun wir denn jetzt?

„Am Ende des Abspanns kommt bestimmt noch so eine Abschlussszene“, sagt der Mann hinter mir. Er trägt eine 3D-Brille. obwohl es kein 3D-Film war. Idiot!

Ich schaue wieder nach vorn. Der Abspann scheint zu Ende zu sein. Die Leinwand wird gleißend hell. Dann fällt der Strom aus und es wird dunkel. Für immer.

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montag: musique

The Other Black Dog

Genesis Owusu – The Other Black Dog
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sonntag: lutaretir

Le Pont Mirabeau

Sous le pont Mirabeau coule la Seine
Et nos amours
Faut-il qu’il m’en souvienne
La joie venait toujours après la peine

Vienne la nuit sonne l’heure
Les jours s’en vont je demeure

Les mains dans les mains restons face à face
Tandis que sous
Le pont de nos bras passe
Des éternels regards l’onde si lasse

Vienne la nuit sonne l’heure
Les jours s’en vont je demeure

L’amour s’en va comme cette eau courante
L’amour s’en va
Comme la vie est lente
Et comme l’Espérance est violente

Vienne la nuit sonne l’heure
Les jours s’en vont je demeure

Passent les jours et passent les semaines
Ni temps passé
Ni les amours reviennent
Sous le pont Mirabeau coule la Seine

Vienne la nuit sonne l’heure
Les jours s’en vont je demeure

– Guillaume Apollinaire, 1912
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samstag: open up!

Prinz Pelles (99,8 Jahre) Welt

Über den Prinzen mag ich gar nicht viel schreiben, denn sonderlich sympathisch war er mir nicht, mit seinen rassistischen Tendenzen und sonstigen fragwürdigen Haltungen. Ich wünsche allen Beteiligten aber eine entspannte Beerdigung.

Faszinierend finde ich vielmehr, was ein Menschenleben von fast 100 Jahren an Ereignissen umfasst. Und in welcher Welt Prinz Pelle geboren wurde. Deswegen nachfolgend einige Highlights aus dem Jahr 1921:

Hust, hust.. Ordentlich angestaubt nicht wahr? Da hat sich einiges verändert. Und doch ist es nur ein Menschenleben her, wenn auch ein recht langes…

Und was wird unser Fortschritt sein? Wir werden doch vielleicht auch fast alle 100 Jahre alt, mit oder ohne Affenorgane. Welchen Planeten werden wir dann, Ende des 21. Jahrhunderts, bewohnen. Ich würde sagen: Noch ist das Verhandlungssache.

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freitag: science please

Planet der Chimären

Die Affenmenschen und die Menschenaffen haben sich vor einiger Zeit auseinandergelebt. Jetzt werden wir im Rahmen von Experimenten mit Embryonen wieder zusammengeführt.

Bis aber Affen-Mensch-Mischwesen z.B. den Verkehr regeln oder Steuererklärungen bearbeiten, wird es noch ein Weilchen dauern. Bisher sind die Embryonen nämlich nur höchstens wenige Wochen lebensfähig.

Hintergrund der Forschung ist dabei vor allem der Gedanke einer möglichen Organzucht. Da Experimente an Menschen nicht zulässig sind, würden dann etwa innere Organe in Affenwesen herangezogen. Eine zugegebenermaßen etwas gruselige Vorstellung.

Ich muss allerdings auch sagen: Mein Hauptinteresse gilt unseres weitgehend nicht mehr vorhandenen Kälteschutzes. Angesichts des ziemlich kalten Aprils hätte ich absolut nichts gegen ein wenig Affenfell einzuwenden. Orang-Utan Style z.B. Gäbe es da kurzfristig noch einen OP-Termin?

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donnerstag: celluloid

Miyazaki

An alle, die die Studio Ghibli Animes von Hayao Miyazaki noch nicht gesehen haben:

Anschauen!

Sofort!

Zum Start z.B.:

Prinzessin Mononoke

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mittwoch: freakyfuckedup

Kurz

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dienstag: die öffentliche meinung

Charité Intensiv

Eine kleine Motivation zum Durchhalten. So ist es auf der Intensivstation:

Charité Intensiv (ARD-Mediathek)

PS: Lange Artikel kommen wieder, wenn ich mein neues Domizil beziehe.

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montag: musique

B-Movie Music

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sonntag: lutaretir

The Raven

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samstag: open up!

McMonopoly

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freitag: science please

Die wichtigste Art zu rechnen

Die wichtigste mathematische Operation im Leben aller ist die Wahrscheinlichkeitsberechnung. Ohne Zweifel! – es sei denn du rechnest gerne den Preis beim Einkaufen aus..

Dazu ein kleines How-to, dass auch dir eines Tages den Arsch retten könnte (Spektrum).