Kategorie: samstag: open up!
Das Innen-Außen-Problem
In den Berliner Parks war in den letzten Tagen der Bär los und das lässt der regierende Bärenmeister nicht auf sich sitzen. Es gibt jetzt in Berlin eine Ausgangsperre light, wie die FAZ formuliert.
„Von Karfreitag an dürfen sich Personen zwischen 21 Uhr und fünf Uhr morgens nur noch alleine oder zu zweit im Freien aufhalten. Ab Dienstag nach Ostern werden Regeln weiter verschärft. In Innenräumen dürfen sich dann zu privaten Treffen Angehörige eines Haushalts nur noch mit einer Person aus einem weiteren Haushalt treffen. Zwischen 21 und fünf Uhr sind keine Besuche von Personen aus einem anderen Haushalt erlaubt, die Angehörigen eines Haushalts müssen dann unter sich bleiben.“
Das offensichtliche Problem dabei: Sowas ist nicht ansatzweise kontrollierbar. Draußen schon kaum und drinnen gar nicht..
Zudem ist der typische Ansteckungsverlauf von Covid19 weiterhin (nach über einem Jahr) nicht ausreichend berücksichtigt .Wir wissen über Covid19-Infektionen vor allem folgendes: Sie finden in Innenräumen statt. Und wir wissen über Menschen: Soziale Kontakte sind für ihr Wohlbefinden notwendig, vor allem nach langen Phasen von wenigen sozialen Kontakten. Und: Menschen sind inkonsequent und keine Meister der Risikokalkulation, aber haben auch Angst Regeln (vor allem allein) zu brechen und sich zu exponieren.
Was folgt daraus für ein Regelwerk?
- Das Regelwerk muss so ausgerichtet sein, dass es Treffen in Innenräumen minimiert.
- Und es sollte zur Regeleinhaltung positiv motivieren.
- Und Regelverstöße sollten nach außen sichtbar sein.
Daran gemessen ist die nächtliche Ausgangsbeschränkung auf ein bis zwei Personen relativ witzlos, da sie keinen Fortschritt bietet. Hier wäre es tatsächlich sinnvoller gewesen, eine nächtliche Ausgangssperre zu verhängen. Nicht, weil man sich draußen ansteckt, nein, sondern um abendliche Besuche in anderen Haushalten zu verhindern, da der Regelbrecher sich sonst „verraten“ würde.
Die Beschränkungen für Treffen in Innenräumen sind dagegen nachvollziehbar, sie sind aber, wie bereits erwähnt, nicht kontrollierbar. Und da sie nicht durch eine Ausgangsperre „gedeckt“ werden, kommt es gerade nicht zu der wirksamen Exponierung, die den braven Bürger vom abendlichen Fremdbesuch abhält.
Zudem sind die Regelungen – und das ist schon seit November DAS Problem – zeitlich ungeschickt gestaltet. Wie wir wissen, haben wir es bei der Virenverbreitung mit einem grundsätzlich mathematisch vorhersagbaren Modell zu tun. Und wir wissen auch was die Verbreitung stark ausbremst, nämlich eine Reduzierung von Übertragungspozentialen über einen Zeitraum, in dem die Virenwirte noch ansteckend sind. Wenn dieses kritische Zeitfenster erreicht wird und ein Ansteckungszyklus abgelaufen ist, bricht das Verbreitungsmuster des Virus quasi zusammen.
Die richtige Vorgehensweise erscheint mir danach zu sein:
Die Menschen sollten dazu ermuntert werden, soziale Kontakte in den Außenbereich zu verlegen (Motivation schaffen sein Sozialkonto draußen zu füllen, statt drinnen. Ein Verbieten von sozialen Kontakten auch im Außenbereich ist jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr haltbar.).
Treffen in Innenbereichen werden soweit untersagt, wie dies eben möglich ist. Hier ist etwa die Verpflichtung zum Home-Office oder die Schulschließung zu nennen, beides Maßnahmen die nur inkonsequent durchgesetzt wurden und werden. (Hierbei ist es sehr wichtig die Maßnahmen jeweils von Anfang an fest zu befristen. Denn derart einschneidende Maßnahmen sind nicht lange durchhaltbar und werden dann besser befolgt, wenn ihr Sinn und Umfang von Anfang an erkannt wird. Sprint-Modell! Motivation!)
Um die jeweiligenen Verbote zu stützen, sind auch flankierende Maßnahmen sinnvoll, die nicht das Infektionsgeschehen direkt unterbinden, sondern indirekt hemmen. So hätte eine temporäre abendliche und nächtliche Ausgangsperre eben genau den psychologischen Effekt einer Exponierung von Regelbrechern. Aber auch hier ist das Framing der Maßnahme das Entscheidende. Also Befristung von Anfang an.
Es ist ein ziemlich erbärmlicher Vorgang, der sich hinsichtlich der pandemiepräventiven Regelfindung seit Ende Oktober 2020 in Deutschland abspielt. Die Vorgehensweise ist psychologisch nicht auf der Höhe, da die Bürger keine klaren Messages bekommen und auf der analytisch-medizinischen Ebene unzureichend, weil viel zu wischi-waschi, um tragende Effekte zu erzielen. Und trotzdem bin ich guten Mutes, dass wir es bald geschafft haben.
Der Kanal ist voll
Seltsame Dinge ereignen sich in der ägyptischen Wüste, genauer zwischen der ägyptischen Wüste, auf dem Suez-Kanal. Das 400 m lange und 59 m breite Containerschiff Ever Given steckt seit dem 23. März eindrucksvoll schräg eingeparkt im Kanal fest und blockiert die wichtigste Handelsroute der Welt. Die berechtigte Frage, wie man denn bitte ein modernes Containerschiff derart in den Sand setzen kann, ist bisher nicht zufriedenstellend beantwortet worden. Es gibt aber Indizien dafür, dass es sich um eine absichtliche oder jedenfalls grob fahrlässige Handlung gehandelt hat, denn offensichtlich war die Crew auch schon vorher ziemlich von der Rolle.
Was aussieht wie ein Scherz vom Postillon, ist tatsächlich echt. Die Ever Given war kurz vor der Kollision auf einem Peniskurs unterwegs. Wer auch immer das Schiff durch den Suez-Kanal gelenkt hat, hat sich also offenbar einen recht kostspieligen Scherz erlaubt oder nicht mehr alle Tassen im Schrank gehabt. Und wer so abgedreht ist, der dürfte auch in der Lage sein, das Schiff in der Folge in den Wüstensand zu rammen. Selbst wenn die Reederei davon nichts wissen will, sondern starke Winde für den Vorfall verantwortlich macht.
Diese Aussage aber könnte auch darin begründet liegen, dass im Falle absichtlichen oder grob fahrlässigen Verhaltens der Crew der Ever Given der Reederei wohl gigantische Schadensersatzforderungen drohen würden. Denn nicht nur wird der Handel zwischen Asien und Europa derzeit blockiert und verzögert, sondern es nehmen auch immer mehr Schiffe die Route um das Kap der guten Hoffnung. Ein Umweg von mehreren Tausend Kilometern mit entsprechenden Mehrkosten.
Die Dimension der Unprofessionalität erinnert schon ein wenig an die Costa Concordia, wenn auch glücklicherweise niemand persönlich zu Schaden gekommen ist. Ich bin jedenfalls gespannt, was der Kapitän zu der ganzen Sache zu sagen hat. Und vielleicht wird die Sache dann ja noch verfilmt. Mit Tom Hanks als Captain Penis?
Sinnhafte Lückenfüller
21st Century presents
Good vibes only, clean eating, constant traveller, always looking for the best coffee in town, live every day as if it was your last, my dog is my spirit animal, plant based in Berlin, keep smiling, citizen of the world, bright green soul, open minded, inspiring food, addicted to art, healing guru, love my job, improving every day. Are you keen for life, too?
So oder so ähnlich. Und jedes Jahr mehr davon. Ein Schwall von verschwurbeltem Geschwülst und erschwindeltem Schwanengesang. Mir drängt sich entsprechend folgende Entwicklung unserer westlichen Welt auf:
- Unsere Großeltern haben mit Maschinengewehren geschossen und zerbombte Häuser aufgeräumt.
- Unsere Eltern haben Marx, Foucault und Hegel gelesen oder es behauptet. Gelesen haben sie jedenfalls. Bücher!
- Wir machen Selfies, schauen Fitnessvideos, lachen über Memes und entwerfen Selbstvermarktungspropaganda.
Aber stimmt das?
Viel ist bereits geschrieben worden über das neue Spießertum, über die Doppelbödigkeit elitärer Weltverbesserer, über die Verblödung durch Social Media und den Drang zur Selbstvermarktung. Ich finde, dass das Thema keinen weiteren negativen Beitrag braucht, sondern ein Verständnis, was da passiert, woher die Kommunikation, die Anforderungen und die Wertekataloge des 21. Jahrhunderts kommen.
Meine These: Die neuen Anforderungen und Werte des 21. Jahrhundert sind nichts anderes als Lückenfüller, für das, was abhanden gekommen ist.
- Die Religion ist als sinnstiftendes Element weitgehend verloren. Die kirchliche Idee fällt der Aufklärung und dem Siegeszug der Wissenschaft endgültig zum Opfer, die notwendige religiöse Schizophrenie aus Gottglaube und Einsteinglaube wollen immer weniger Menschen leisten.
- Die Familienstrukturen sind ausgefranst oder auf opportune Austauschgesellschaften reduziert. Eine harte Verantwortung zwischen den „Generationen“ besteht nur noch selten.
- Gesellschaftliche Zwänge, die für lange Zeit etwa Paarbeziehungen „auf bis das der Tod euch scheidet“ verlangt haben, existieren kaum noch.
- Die Arbeitswelt flexibilisiert sich. Feste Berufsgattungen lösen sich immer mehr auf und die Grenzen der Arbeit verschwimmen. Der technische Fortschritt übernimmt fortlaufend neue Tätigkeitssektoren und schafft andere.
Damit ist nun fast alles verhandelbar, vieles ungefähr, weniges klar. Und es ist nachvollziehbar, dass dabei große Lücken in den Köpfen entstehen. Lücken, in die die Player und Phänomene der Neuzeit hineinstoßen.
- Das Internet täuscht uns unbegrenzte Möglichkeiten vor und lässt uns in Informationen ertrinken.
- Social-Media macht uns zu unseren eigenen Produktmanagern und das Sich-Vergleichen zum Businessmodel.
- Die Werbewirtschaft beschießt uns mit neuer und ungeahnt präziser Verlangensmunition.
Diese Phänome wirken als Trigger und erschaffen einen Glauben, eine Ideologie, die wiederum das Verhalten der Menschen massiv beeinflusst. Daraus erschaffen wir dann im schlechtesten Fall ein Klima hysterischer Perfektionswut, die Verseltsamung des Tiefsinns, eine Verkürzung von Wahrheiten und noch viel mehr bescheiden Sinnvolles.
Was aber beim Blick durch die Dystopiebrille leicht übersehen werden kann:
Die Werte hinter den modernen Ideologien sind oftmals überzeugend. Es besteht ein Wunschbild einer gewaltfreien Welt. Einer Welt des Austauschs und der Fröhlichkeit mit einem Fokus auf kultureller Durchlässigkeit. Und es dient den Menschen, wie so oft bei Ideologien, als Coping-Strategie für das, was allen ultimativ droht: der Tod. Das ist ein hochanzuerkennender Grund für einen Glauben. Selbst wenn es nur der Glaube an Kaffee mit Herz im Schaum ist.
Zudem zeigt ein Vergleich mit den alten Playern und Phänomenen, dass wir uns nicht zum Schlechten entwickeln. Während die Kirche in ihrer Geschichte Millionen Menschen getötet hat, werden Yoga-Spiritualisten derartiges kaum auf die Rolle bekommen. Lose Familienstrukturen sind offen für alles und damit eben auch für die Entwicklung echter Fürsorge, ein Kümmern als Selbstzweck. Dies ist gegenüber dem noch im 20. Jahrhundert oft vorherrschenden Zwanghaftigkeits- und Unterdrückungsdogma ein massiver Fortschritt. Und auch das moderne Zusammenleben und -arbeiten bietet Chancen. Zwar ist das committen sowohl in der Liebe als auch in der Arbeit in der Krise. Ich halte das aber auch nur für ein Zwischenergebnis auf dem Weg zu einer neuen Form der Kooperation mit spannenden Möglichkeiten.
Vorsicht ist aber trotzdem geboten. Denn vieles von dem, was uns so täglich um die Ohren gehauen wird, ist ein astreines Produkt der Marktwirtschaft und durchtränkt von der Soma des Konsumreizes. Wenn ich mir im Kopf einen Filter dagegen antrainiere, quasi einen Ad-Blocker, dann kann ich mit der schönen, neuen Welt sicher ganz glücklich werden.
Arbeit, Wirtschaft, Finanzen
- Die normale Wochenarbeitszeit wird auf 20-30 Stunden gesenkt. Verstöße dagegen werden notfalls ordnungsrechtlich verfolgt.
- Anwesenheitspflicht am Arbeitsplatz ist zukünftig nur noch bei Vorliegen eines sachlichen Grundes gegeben.
- Der Verdienst in Unternehmen wird gedeckelt. Der höchste Verdienst sollte nur ein x-faches des niedrigsten Verdienstes sein. Das x wird dabei branchen- und betriebsspezifisch durch eine unabhängige Stelle festgelegt.
- Es wird ein bedingsloses Grundeinkommen getestet und bei Erfolg eingeführt.
- Statistisch als unangenehm empfundene Tätigkeiten erhalten einen eigenen, höheren Mindestlohn. Eine Tätigkeit darf nicht nur nach notwendiger Qualifikation bezahlt werden, sondern auch nach der der individuellen Aufopferung. Ähnliches gilt ja (z.T.) bereits für gefährliche Tätigkeiten.
- Das Wachstumsdogma muss fallen, sonst fallen wir.
- Steuerprivilegierungen müssen am Gemeinwohl orientiert sein, nicht am Interesse der Eliten.
- Vermögen müssen besteuert werden. Finanzielle Ungleichheit unterminiert den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
- Finanztransaktions- und ähnliche spekulationshemmende Steuern werden eingeführt. Die Börse muss Ort der Wertschöpfung sein und kein computergesteuertes Kasino.
Bildung
- Die Gesamtschule wird zum Normalfall und zum Grundstein der Einheit der Gesellschaft. Hohen Begabungen kann auch schulintern, durch modulare Unterrichtsmodelle, Rechnung getragen werden.
- Alle alten Lehrpläne kommen in den Müll und werden durch von modern geschulten Wissenschaftlern erstellte Rahmenpläne ersetzt.
- Die Lehrer*-Schüler-Ratio wird angepasst bis sie ein Verhältnis von 1 zu 10 erreicht. Damit verändert sich die Gruppendynamik und das Verhältnis zum Lehrer
- Die Lehrer*ausbildung erhält einen neuen Fokus – nicht Wissen muss vermittelt werden, sondern Neugier, Interesse und Kreativität. Wissen, was im Gehirn keine emotionale, als sinnhaft empfundene Andockstelle hat, geht in kürzester Zeit verloren. Ein solcher Unterricht ist sinnlose Zeitverschwendung.
- Lehrer* erhalten regelmäßig Nachschulungen und werden in dreijährlichen Abständen reviewed. Dafür erhalten sie künftig mehr Geld.
- Schulen werden zu Wohlfühlorten umgebaut, mit mehr Freizeitangeboten und Betreung, um die Distanz zwischen Schülern und Schule zu senken.
- Schüler* absolvieren als Motivation und Vorbereitung Praxiswochen an der Universität oder Berufsschule.
- Das Numerus-Clausus-System wird durch individuelle Aufnahmetests ersetzt. Schulnoten sind v.a. aufgrund ihrer lokalen Uneinheitlichkeit und der Abhängigkeit vom adoleszenzbedingten geistigen Entwicklungstand der Schüler ungeeignet über einen Zugang zur Universität zu bestimmen.
- Professoren*, die ihre Lehrtätigkeit nicht ausführen wollen oder unzureichend ausführen, müssen stärker zur Verantwortung gezogen werden. Hier ist ggf. eine stärkere Trennung von Forschung und Lehre sinnvoll, da diese sehr unterschiedliche Anforderungsprofile haben.
Umwelt
- Die Vermeidung der Erderhitzung wird politische Toppriorität und Aufklärung dazu wird journalistisches Leitthema.
- Die Vereinten Nationen statten den Weltklimarat mit weitreichenden Kompetenzen aus. Die dort gefundenen wissenschaftlichen Erkenntnisse müssen in den Rang von Verpflichtungen aufrücken und Verstöße sanktionert werden.
- Die WTO schafft und implementiert Regelwerke zur Schaffung eines emissionsarmen bis -freien Welthandels. Staaten, die durch ihre Emissionen die Weltgemeinschaft gefährden, werden wirtschaftlich unter Druck gesetzt (Embargos, etc.).
- Der Bau von Anlagen zur fossilen Energieerzeugung wird alsbald untersagt. Die Energieerzeugung aus fossilen Energien wird im Verhältnis zu den zu erwartenden Folgekosten der Verschmutzung höher besteuert. Energieerzeuger werden verpflichtet emissionsfreie Anlagen zu bauen, wenn sie weiter Betriebserlaubnisse für alte Anlagen aufrecht erhalten wollen. Notfalls baut der Staat selbst eine emissionsfreie Energieerzeugung auf.
- Fleischproduktion wird erheblich höher besteuert. Ein tierisches Lebewesen zu verspeisen ist ein Luxus der Geld kosten muss. Lebensmitteltransporte per Flugzeug werden massiv besteuert oder untersagt, lokale Produktion gefördert.
Internationale Politik
- Staaten mit Kolonialvergangenheit sollten sich, soweit nicht schon geschehen, zur Wiedergutmachung verpflichten. Dafür werden interstaatliche Abkommen geschlossen, die eine wirtschaftliche Kooperation beinhalten.
- Hunger- und Seuchenbekämpfung werden Toppriorität, auch zur Vermeidung weiterer Pandemien.
- Es wird darauf hingearbeitet lokale Verteidigungsbündnisse abzuschaffen, da diese einer globalisierten Welt nicht mehr genügen.
- Die internationale Abrüstung muss weit oben auf die Agenda. Militärausgaben stellen im 21. Jhd. eine weitgehend sinnlose Verschwendung dar, die wir uns nicht leisten können. Die Abrüstung kann aber nur im Einvernehmen erfolgen.
- Die Vereinten Nationen schaffen eine spezialisierte Stelle zur Versöhnung religiöser und sonstiger innerstaatlicher Konflikte. Bürgerkriege stellen die größte militärische Herausforderung der Jetztzeit dar. Hierbei werden vor allem religiöse Themen zur Mobilierung und Verübung von Gewaltakten missbraucht.
- Steuervermeidung wird durch internationale Abkommen härter sanktioniert. Steueroasen werden mit Embargos belegt.
- Die Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung werden massiv ausgeweitet.
- Fluchtbewegungen werden als Ausdruck der menschlichen Selbstbestimmung anerkannt und das Asylrecht für voll genommen.
- Die Todesstrafe wird international verboten (da sie gegen die EU-Menschenrechtskonvention verstößt (und gegen sehr viele andere Regeln, Werte und Vorstellungen)).
Sonstiges
- Neben Alkohol, Koffein und Nikotin, etc. werden auch alle weiteren Betäubungsmittel entkriminalisiert. Der sogenannte und vermeintliche Krieg gegen die Drogen ist gescheitert, er verursacht vielmehr massive Folgekriminalität und füttert das organisierte Verbrechen. Stattdessen sollte Aufklärung und kontrollierte Abgabe gefördert werden.
- Die Wohnungsmieten werden preislich gedeckelt. Ein Mensch kann sich nicht aussuchen, ob er wohnen will oder nicht. Damit besteht ein Schutzbedarf gegenüber finanzieller Ausbeutung. Das Bauen oder Erwerben eines Hauses und die folgende Vermietung (ohne wesentliche Folgeleistungen) stellt keine gleichwertig schützenswerte Position dar. Ein indidueller Interessenausgleich kann durch staatliche Stellen geprüft werden (z.B. bei Vermietung als Altersvorsorge).
- Techunternehmen werden dazu verpflichtet ihre technischen Geräte mit suchtpräventiv wirkenden Mechanismen auszustatten.
Fazit
Vieles von dem was hier steht, klingt utopisch, kommunistisch, nicht durchsetzbar, übertrieben. Das ist es nicht! Es sind notwendige Ansätze, einige uralt, andere neu und ich habe sie in einer Stunde relativ wahllos aus meinem Kopf herausgepickt und niedergeschrieben. Einiges davon wird kommen, anderes nicht, einiges wird anders gemacht werden und trotzdem gut sein, einiges wird nicht funktionieren, noch viel mehr wird kommen, vieles wird sich ändern, einiges kaputt gehen. Wir sollten nicht deshalb verzagen, weil es schwierig ist die Welt umzukrempeln. Wer es aus der Steinzeithöhle in den Weltraum geschafft hat, dem ist alles zuzutrauen!
Vermisst!
Barabende mit Freunden
Tanzen mit Menschen
Arbeiten mit Menschen
Kaffeefilter einkaufen und dabei nicht mit Kaffeefilter im Gesicht einkaufen
Wegfahren
Darüber nachdenken, wegzufahren
Flugmeilen durch Bioläden (nicht) kompensieren
Kater am Morgen
Kater am Abend
Knutschen
Knutschflecken
Chaos
U-Bahn-Fahren
Sich über die U-Bahn aufregen
Und über die S-Bahn und den Bus und die, äähm, Straßenbahn
Leute zum Spaß anhusten
Husten
Theater
Pausenweißwein im Theater, weil Stück schlecht ist
Ausstellungen und Rückenschmerzen in Ausstellungen und nur dort
Touristen
Süße TouristInnen
Chaos (2. Nennung)
Spontanität
Energie
Rumbrüllen
Eklig essen in der Nacht
Jünger fühlen, als man ist
Älter fühlen, als man ist
Ich habe lange nichts mehr gelesen, gebinged und was passiert eigentlich gerade so in der Politik?
Heute nicht, sorry
Wer legt heute auf?
Online-Dating überflüssig finden
Zu teure Brunches
Neue Freunde
Inspiration
Muskelkater und Schürfwunden
Muskeln
Lärm
Umarmungen
Ekstase
Chaos (3. Nennung)
Kino im Kino
Popcorn (süß)
Vom Popcorn klebrige Hände an der Hose abwischen, statt die Hände zu waschen
Demonstrieren
Mit Fremden streiten
Sazerac
(…)
Nicht wissen, was morgen sein wird
Der härteste Winter ist vorbei
Wir haben es fast geschafft. Am Montag beginnt der meteorologische Frühling und der Double-Lock-In aus Klima und Covid wird alsbald enden. Ich will nicht behaupten, dass es ein absolut harter Winter war – im Vergleich zu meinen Großeltern, die 44/45 im Trek vor der roten Armee aus Rumänien abgehauen waren, war es sogar ein ziemlich luxuriöser – aber vergnügungsteuerpflichtig war er definitiv auch nicht.
Für viele dürfte es der härteste Winter ihrer Zeit gewesen sein und der ist jetzt überstanden und dazu beglückwünsche ich uns alle! Hach ja! Ich freue mich schon richtig darauf, wieder ein „nonvirales“ Leben zu leben und ohne Kaffeefilter auf der Nase einkaufen zu gehen. Die kleinen Dinge eben…
Google glaubt an Gott!? Und sperrt u.a. wegen Gotteslästerung die App des Satiremagazins Titanic im Android Play Store. Wer hätte das gedacht(?)
Anlass ist die doch recht profane Darstellung von Papst Franziskus mit Kruzifix im Hinterteil und eines entblößten Jesus, wie man ihn sonst nur im sommerlichen Berliner Tiergarten zu Gesicht bekommt.
Geil, ja! Fast so groß wie Kai Dickman. Aber ist das Gotteslästerung? Und wäre Gotteslästerung ein hinreichender Grund die App der Titanic zu sperren? Schauen wir doch mal in die die Play Store AGB…
– AGB des Google Play Store
Unser Vater im Himmel!
Dein Name werde geheiligt.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.
Die Vertriebsvereinbarung für Entwickler von Google Play verweist auf die Richtlinie für Entwickler. Ich habe dort nach einem Hinweis auf ein Verbot von Gotteslästerung gesucht, bin aber nicht fündig geworden. Der von der Titanic übermittelte Hinweis auf „profanity“ deutet also vermutlich auf etwas anderes hin, was meine Recherche zum Wort bestätigt:
Profanity is socially offensive language,[1] which may also be called cursing, cussing or swearing, cuss words (American English vernacular), curse words, swear words, bad words, or expletives. Used in this sense, profanity is language that is sometimes considered by certain parts of a culture to be strongly impolite, rude, or offensive. It can show a debasement of someone or something,[2] or be considered as an expression of strong feeling towards something.
In its older, more literal sense, „profanity“ refers to a lack of respect for things that are held to be sacred, which implies anything inspiring or deserving of reverence, as well as behaviour showing similar disrespect or causing religious offense.[3]
Da Google ja modernes Englisch spricht, geht es offenbar nicht um Gotteslästerung. Ich suche weiter und finde:
Pornografische Inhalte und vulgäre Sprache
Apps, die pornografische Inhalte oder vulgäre Sprache enthalten oder dafür werben, einschließlich Inhalten und Diensten, die der sexuellen Befriedigung dienen, sind nicht zulässig. Inhalte, in denen die Nacktheit offen dargestellt wird, sind erlaubt, wenn sie hauptsächlich pädagogischen, dokumentarischen, wissenschaftlichen oder künstlerischen Zwecken dienen und nicht überflüssig sind.
Es geht also vermutlich um die dargestellte Nacktheit. Und die will Google erst ab 18 erlauben, auch im Cartoon. Dagegen streitet die Kunst- und Satirefreiheit, die sowohl in den USA als auch in Deutschland sehr weit reicht, wobei ich stark davon ausgehe, dass die Titanic gute Chancen hätte, gegen die Sperrung vorzugehen. Gotteslästerung spielte dabei keine Rolle, allenfalls ist der Bezug zu Gottessymbolen ein Aspekt der Satire und damit eher auf Seiten der Titanic.
Fazit: Gott ist tot und spätestens Google hat ihn getötet. Das sollte der stellvertretende Feuilletonchef der FAZ doch eigentlich wissen. Und ja, wenn ich mich hier irren sollte, lasse ich mich gern ans Kreuz nageln.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
2020 war ein Täuschungsmanöver, denn in Wirklichheit wird alles immer besser.
Wir werden immer gesünder und leben immer länger, wir haben weniger Tote durch Gewalttaten, wir haben weniger Gewalt, weniger Kriege, wir haben mehr Informationen, wir haben mehr Gleichheit, wir haben mehr Durchlässigkeit, wir haben mehr Transparenz, wir haben mehr Menschenrechte, wir haben weniger Hunger, wir haben weniger Seuchen, wir haben mehr Rücksichtnahme, wir haben schnelleren Transport, wir haben weniger gesellschaftliche Zwänge, wir können heiraten, wen wir wollen, wir können meckern und fluchen, ohne dass der Nachbar uns anzeigt, wir haben mehr Komfort, wir haben weniger einseitige Tätigkeiten, wir haben mehr Unterhaltung, wir haben weniger Sendepause, wir haben mehr Möglichkeiten für Sendepausen, wir haben fast alles hier, wir haben mehr als früher woanders, wir haben die größten Möglichkeiten aller Zeiten.
Warum fühlt sich das nicht so an?
Weil unsere Erwartungen mitwachsen, weil wir mit dem, was wir geschafft haben (manchmal auch zu Recht) nicht zufrieden sind, weil wir uns allzu oft vergleichen, weil wir uns stressen, weil wir uns stressen lassen, weil wir uns Ideologien unterwerfen, die uns die eigene Minderwertigkeit unterjubeln, weil wir uns Angst machen lassen, von einigen Irren mit Bomben und Trucks, weil wir uns ärgern lassen, von Trollen und Kobolden des Internets, weil wir uns Angst machen lassen vor der Zukunft, die Zukunft, die wir bestimmen(!)
Was tun?
Wenn wir das anerkennen, was wir geschafft haben, wenn wir das anerkennen, was besser geworden ist, wenn wir erkennen, wie anderen geholfen werden kann, wenn es uns wichtiger ist, dass es allen gut geht, als dass es uns selbst am besten geht, wenn wir Verzicht als Chance begreifen und nicht als Bedrohung, wenn wir Utopien nicht als Grund für den Arztbesuch verteufeln, wenn wir ans Gute glauben können, ohne den Antagonisten zu fürchten, wenn wir öfter an den Tod denken, als an die Steuererklärung, wenn wir uns gehen lassen können, ohne anderen zu schaden, wenn wir nach Weisheit streben und nicht nach Eigentum. Dann wird klarer, dass alles besser wird und alles wird noch besser werden.
Wenn wir es nicht ganz versauen…
Ich sage es so deutlich, wie es geht: Die Menschheit wird mit großer Wahrscheinlichkeit untergehen oder radikal dezimiert, wenn die Erderhitzung nicht gestoppt wird. Die Erderhitzung wird, wenn es so weiter geht, Kriege verursachen, sie wird einen Ökoterrorismus erzeugen, sie wird ein Massensterben verursachen, Nahrungsketten sprengen, es wird chaotisch, es wird unangenehm, es wird scheiße. Der Kreislauf des Lebens von Landsäugetieren ist fragil und, liebe Mitbürger, leider sind wir auch nur Landsäugetiere. Schlaue, ja, absurd schlau, zu schlau eigentlich. Wenn Menschen nur so schlau geworden wären, wie unser Verkehrsminister, hätten wir vermutlich immer noch nicht das Rad erfunden. Aber es läuft ein wenig anders, dank vieler kluger Köpfe.Und an die appelliere ich:
TRAUT EUCH DAS GUTE ZU UND ALLES WIRD BESSER!
Dr. Dr. eigenb. Rainer Erlinger
Es geht nun schon eine Weile durch die Presse. Dr. Dr. Rainer Erlinger, der einst moralisierende Erklärbär der Süddeutschen Zeitung, der Antwortgeber für alle Schein- und Luxusprobleme der oberen Millionen und das rhetorische Sofakissen der Münchner Schickeria klagt auf Eigenbedarf, um in seinem Wohneigentum, einem Berliner Mehrfamilienhaus, angemessen wohnen zu können. Und wie finde ich das? Das wurde ich neulich tatsächlich von prominenter Stelle gefragt.
Sehr geehrter 1stklaas,
ich freue mich, dass Sie wieder auf Ihrer Website aktiv sind und finde Ihren Blog sehr gelungen, wenn auch manchmal etwas platt. Zudem würde ich mir mehr Bilder von schönen Frauen und Männern wünschen, bevorzugt Brasilianer*innen. Jetzt aber zu meiner Frage:
Ich bin Eigentümer eines Mehrfamilienhauses in Berlin und möchte jetzt auf meine alten Tage dort alle Wohnungen gleichzeitig sanieren und beziehen, da sich durch meine zahlreichen entspannten Tätigkeiten, doch einiges an Geld angesammelt hat. Nun wohnen da aber noch einige schmuddelige Berliner Mieter drin und die klage ich derzeit raus, was auch ganz gut läuft. Ist das so in Ordnung oder sollten diese schäbigen Kakerlaken dort weiter wohnen dürfen?
Ihr ergebenster Dr.² Rainer Erlinger
Sehr geehrter Herr Dr. Dr. Rainer Erlinger,
ich verstehe Ihren Konflikt, denn auch ich finde es schwierig ohne ein eigenes Mehrfamilienhaus zu leben. Ich kann Sie aber beruhigen. Es ist völlig in Ordnung, wenn sie Ihr Wohneigentum ganz allein für sich und Ihren Schoßhund beanspruchen. Denn das ist schon immer so gewesen.
Schon die ägyptischen Pharaonen hatten einen erheblichen Platzbedarf, sogar nach dem Tod, weshalb sie sich erst Paläste und dann Pyramiden zur Unterkunft erbauen haben lassen. Römische Kaiser, französische Könige, amerikanische Präsidenten. Die letzten Jahrtausende waren durchgehend von einer kleinen, privilegierten Oberschicht geprägt, die absurd große Anwesen bewohnt hat, selbst wenn im übrigen Land Not herrschte.
Dagegen sind Sie ein Wohltäter sondergleichen!
Es ist auch völlig egal, dass sie jahrelang gegen Geld und öffentlichkeitswirksam ethische und moralische Fragen beantwortet haben, denn Doppelmoral ist eine anerkannte Verhaltensstrategie, die selbst mir nicht unbekannt ist. Und da Sie Ihre Kolumne nicht mehr betreiben, ist auch insoweit kein Schaden zu erwarten. Alles Tutti also!
Nur eins noch: Sollten Sie merken, dass Sie sich doch nicht so ganz wohl fühlen, im neuen Luxusheim, dann melden Sie sich doch. Ich suche gerade und würde sogar Ihren Januskopf über’m Kamin übernehmen!
Danke
An dieser Stelle möchte ich einfach „Danke“ sagen.
Dank an all diejenigen, die mich groß gezogen haben, die mir etwas beigebracht haben, die Geduld mit mir hatten, die mir die Form gegeben haben.
Ein Dank auch denen, die sich mir anvertraut haben, die ich geliebt habe, die ich liebe, die mich geliebt haben, die mich lieben, die ich umarmen und küssen durfte oder darf, die da waren für mich in schweren Momenten, die da waren für mich in leichten Momenten.
Danke zudem an die, denen ich ein Freund sein darf, die mir zuhören, die mich loben, mit denen ich lachen darf, mit denen ich nach der Wahrheit grabe, die mich herausfordern, die mich inspirieren, die mir widersprechen, die mich anschreien, die mir verziehen haben und hoffentlich verzeihen werden.
Ich danke allen, die sich hier wiederfinden, ihr seid wunderbar!
PS: Mein Freund Jakob möchte, dass ich mich auch beim Schnee bedanke, der heute gefallen ist und bei den vielen Schneemännern, die jetzt da draußen stehen und bange warten, wann ihr kurzes Leben wieder im Boden versickert. Wir sind nicht viel anders als Schneemänner, zum Großteil aus Wasser und viel verletzlicher, als wir zugeben mögen.
Stay-in-reach-out
Jedes Wochenende fühle ich mich ein wenig so wie der Graf von Monte Kreuzberg, im Kerker eingesperrt. Und doch begleitet die selbstgewählte Haft eine gewisse Befriedigung das Richtige zu tun und eine Vorfreude auf postpandemische Glücksgefühle. Das wird ein ganz toller Rausch, wenn wir’s geschafft haben.
Doch was bleibt als Learning?
Ich hämmere mir das Gefühl ein, wie es sich anfühlt so eingeschränkt zu leben, nicht immer meckern, besser den Empathieakku aufladen. Ja, ist halt nicht immer Action. Schon gar nicht für alle. Wir sind nun mal eine limited series mit gewissen Durchhängern.
Aber: Was fehlt denn überhaupt?
Mir fehlt in der Box meines Wohlstandes hauptsächlich der Zufall, die Unvorhersagbarkeit, der blinde Fleck. Das kleine Chaos war immer mein Liebling, mein wildes Steckenpferd, mein kratzbürstiges Kuscheltier.
Kleines Chaos, große Freiheit, wir werden uns bald wieder sehen! Bis dahin heißt es die Größe nach innen zu erspüren und dort ein wenig aufzuräumen.
Keine Merzrevolution!
Die Serie von Wahlausgängen, die mich erfreuen, geht weiter. Armin Laschet, der nette konservative Onkel aus der Chefetage einer weitgehend namenlosen Wurstfabrik schlägt Graf Voldemerz, Herrscher von Blackrock und das wohl nur dank der Unterstützung der Unterstützer von Nobbi Röttgen, Fielmannbrillenmodel a.D. und Rollenbild aller zu netten Männer.
Wir bleiben also höchstwahrscheinlich von Friedrichs (der Xte) neoliberaler Kanzlerägide verschont und er kann wieder zurück in den Untergrund krummer Deals und zukurzgedachter Wirtschaftsoptimierung, wo er dann an langen Tischen in hochgelegenen Büros Witze über Minderheiten machen möge.
Rechtsanwalt Fernkorn stellt klar, dass dies alles rein ausgedachte Ausführungen sind, die sich allerdings an realexistierenden Anmerkungen des Merzes orientieren. Er kann mir aber gerne schreiben, wenn er sich nicht getroffen fühlt. Oder gerade wenn er sich getroffen fühlt.
So versatil ist Sprache, dass sogar Gegensätzliches mit einem Wort ausgedrückt werden kann. Und genau in diesem Sinne – keine Merzrevolution!
Ausgezwitschert
Das hat gedauert.
Zu lange.
Es zwitschert nicht mehr aus Donalds Tastatur.
Warum erst jetzt?
Die Rolle von Twitter ist eine fragwürdige.
Warum durfte dieser Mann so viel Unheil anrichten?
Zu Unruhen aufstacheln, Schwachsinn erzählen, Müll, Mist, Bullshit.
T. hat die digitale Kommunikation zu einer Raketenabschussstation ausgebaut. Er hat damit Menschen getötet. Über Jahre.
Und das Vögelchen hat zugeschaut.
T. hat Twitter zum Leitmedium der Weltpolitik gemacht. Einer Weltpolitik des Bockmists. Gestatten, Donald Twitter, Präsident der Arschlöcher.
Und das Vögelchen hat genickt.
T., abgewählt, schwach, hat seinen Idiotismus nunmehr ins Capitol geschossen. Ein Haufen behörnter Deppen als Munition.
Und das Vögelchen hat den Daumen gesenkt.
Endlich.
Der geschlagene T. geht, angeknackst, bald gebrochen. Ein wütender Clown, ein enttäuschter Narziss, ein überzeugter Idiot.
Und das Vögelchen bleibt.
Befleckt.
minor confusion
2C²0R0N4
Wenn ein Wort so fad im Munde schmeckt, wie ein zehn Monate gekautes Kaugummi. Ich kann es nicht mehr hören, ich kann es nur noch umbenennen. Ein Agent mit 200 Pässen, der sich pandemisch um die Welt würgt. Ich werde Corinna nicht vermissen und jetzt geht es ihr ja endlich an den frisch vaccinierten Kragen. Also Rona, war nicht schön mit uns und nun ab ins Geschichtsbuch! Ja, du warst gemeint, CV19.vir! Bitte, einfach tief einatmen und abdüsen Weiruss! Nimm einfach den gleichen Ausgang wie therealDonald! Ab in die Unterwelt mit dir, wir brauchen dein Wort noch für die Sterne!
die möglichkeit einer auster
zusammenfassend habe ich zu den letzten zwei monaten zu sagen: zwei monate
die abschottung ist dem menschen nicht in die wiege gelegt denn der mensch ist ein affe und keine auster und der affe ist sozial
Affen haben in den meisten Fällen ein komplexes Sozialverhalten entwickelt, Einzelgänger sind selten. Manche Arten bilden große gemischte Gruppen, andere leben in Haremsgruppen, in denen ein einzelnes Männchen zahlreiche Weibchen um sich schart, wieder andere leben in langjährigen monogamen Beziehungen. In Gruppen bildet sich oft eine Rangordnung heraus, die durch Kämpfe, Alter, Verwandtschaft und andere Faktoren bestimmt ist.
austern leben anders
Die Auster schützt sich gegen ihre zahlreichen Feinde durch eine außergewöhnlich dicke, harte und scharfkantige Schale. Bei der Auster sind die beiden Schalenklappen nicht gleich. Die untere = linke Schalenklappe ist deutlich gewölbt, in ihr liegt der Weichkörper. Diese Schale wächst im Jungstadium der Auster am Untergrund an. Sie bleibt dann zeitlebens unbeweglich. Die obere, rechte Schalenhälfte ist eher flach. Sie dient als Deckel und lässt sich öffnen und schließen. In geschlossenem Zustand ist die Schale praktisch völlig wasserdicht. Dadurch kann die Auster bis zu zwei Wochen außerhalb des Wassers überleben ohne auszutrocknen. Da Austern keine Möglichkeit zur Fortbewegung haben, sind sie darauf angewiesen, dass die Nahrung zu ihnen kommt. Sie leben daher vorzugsweise in der Gezeitenzone, wo die permanente Bewegung des Wassers stets frisches Plankton heranbringt. Auch Flussmündungen sind für Austern günstig, da Flüsse und Bäche nährstoffreiches Wasser führen.
ganz anders
wie fühlt sich ein austerisierter affe?
zusammenfassend habe ich zu den letzten zwei monaten zu sagen: zwei monate
