Die Diskussionen um ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche sind in vollem Gange. Irgendwie auch nachvollziehbar, soweit der Durchschnittsheranwachsende von gierigen Techmogulen in ein paar Jahren vom fröhlichen Sonnenscheingeschöpf zum getriebenen Bildschirmknecht geformt wird.
Aber vielleicht gibt es ja auch eine andere Lösung, als ein Metaverbot für Pickelträger (das scheint mir gerade deshalb naheliegend, weil die CDU offenbar der Meinung ist, ein Verbot ergäbe Sinn – fast nichts, was die CDU sinnvoll findet, ist sinnvoll).
Mein Ansatz: Wenn ich mir nüchtern anschaue,. was Social Media ermöglicht, dann denke ich, das passt ganz gut zu jungen Menschen. Volle Kanne austauschen, ausprobieren, rumalbern, angeben. Das kann man wunderbar machen bis zur Volljährigkeit.
Danach sollte es doch mehr geben, im Leben. Zum Beispiel Alkohol und andere Drogen. Oder arbeiten und lernen und repeat.
Warum dann nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und Social Media ab 18 abschaffen. Keine peinlichen Posts mehr zu geilen Urlauben, Essen und politischen Unansichten. Dazu der gesunde Zwang wieder miteinander zu reden in Lebensphasen, wo das ja auch nicht mehr so ganz automatisch passiert. Zudem genießen wir den Scheiß doch eh nicht, sondern werden von unserem Über-Ich dazu genötigt. Oder?
Toll: Wir erreichen auch zeitlich mehr. Das angeschädigte Kinderhirn kann sich ab 18 im Zenflow des Realtalks für den Rest des Lebens vom digitalen Dopamin-High erholen. Das sind durchschnittlich 60 Jahre pro Person. Dagegen sind maximal 18 Jahre – wenn der Säugling schon swipen wollte – doch ein Witz.
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