Die Miniserie (auch Limited Series) wird immer mehr zum Vollformat der Filmkunst. Für einen Plot der sich in zwei bis drei Stunden nicht ausreichend erzählen lässt (The Irish Man(!)), aber eben in sechs bis acht Stunden sind sie das perfekte Format. Und vermeiden dabei die typischen Fehler einer klassischen Serie, insbesondere die elenden Wiederholungen und die zunehmende Verwässerung einer oft brillanten Ausgangsidee (z.B. Stranger Things).
Die Miniserien Top Of The Lake, Chernobyl, The Night Of oder Unbelievable gehören entsprechend zu den besten Produkten der Filmindustrie in den letzten zehn Jahren. Und auch die HBO-Produktion Sharp Objects mit der brillianten Hauptdarstellerin Amy Adams als alkoholsüchtige Journalistin (kann ich das Adjektiv da eigentlich weglassen?), die in ihrem Heimatdorf wegen mehrerer Morde an jungen Mädchen investigativ ermittelt und dabei immer mehr in ihre eigene Vergangenheit eintaucht, lohnt sich sehr.
Sharp Objects (Rotten Tomatoes), verfügbar u.a. bei Sky
