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dienstag: die öffentliche meinung

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Heute ist der 23. März 2022. Es ist ein besonderer Tag. Denn heute wurde die Covid-19-Pandemie von der WHO offiziell für besiegt erklärt. Über 3,4 Millionen Opfer hat sie gefordert und eine kaum gekannte Form der sozialen Isolation heraufbeschworen, die in der Psyche vieler Narben hinterlassen hat. Obendrein hat Covid ein wirtschaftliches Chaos ganz neuen Ranges verursacht; wohlgemerkt ein selbstgewähltes Chaos, gefüttert von einer in der Menschheitsgeschichte einmaligen Anstrengung, Menschenleben zu schützen und diesen Schutz über wirtschaftliche Interessen zu stellen.

Wo Schatten ist, muss Licht sein, ist Licht. In Weltrekordzeit wurden Impfstoffe entwickelt. Und nach einigen Monaten der Impfstarre wurden auch die nötigen Kapazitäten geliefert. Noch viel wichtiger: Der Spotlight der Erkenntnis wurde auf die ganz großen Fragen gerichtet: Was ist es uns wert zu leben? Was ist uns wichtig? Wer sind wir? Was wollen wir hier? Fragen, die angesichts der umfassenden Umwälzungen in der nun postpandemischen Welt in den Vordergrund rücken können – oder aber schnell wieder verschwinden, im Geschacher und Gezeter, um die attraktivsten heruntergefallenen Häppchen.

Wir blicken zurück auf die größte Reframing-Maßnahme der Neuzeit. Die intelligenteste Lebensform, die dieser Planet seit dem Urknall hervorgebracht hat, erkennt, wie zerbrechlich sie ist – quasi vom Aussterben bedroht. Rasend schnell hat uns der Gestus des „Sich-Sicher-Fühlens“ und ein gieriger, angsterfüllter Egoismus an einen Abgrund manövriert, von dem wir nun herunterstarren können, in die Apokalypse. Doch immer noch leben wir in einer „Beste-aller-Welten“. Und am Rand stehen, ist etwas ganz anderes, als herunterzufallen.

An jedem Tag ändern wir die Welt. An jedem Tag ändert uns die Welt. An jedem Tag treffen wir die Entscheidung, in welche Richtung wir gehen. Wer in die richtige Richtung gehen will, wird dies fast immer tun. Und merken, wenn es die falsche war. Nur der Stillstand bleibt dumm, informationslos.

Es ist die Zeit des Aufbruchs, die Zeit der großen Entscheidungen. Ein „Weiter-So“ ist nicht gut genug, denn nur das Beste ist gerade gut genug!

In diesem Sinne: Let’s Rock!

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