Das hat gedauert.
Zu lange.
Es zwitschert nicht mehr aus Donalds Tastatur.
Warum erst jetzt?
Die Rolle von Twitter ist eine fragwürdige.
Warum durfte dieser Mann so viel Unheil anrichten?
Zu Unruhen aufstacheln, Schwachsinn erzählen, Müll, Mist, Bullshit.
T. hat die digitale Kommunikation zu einer Raketenabschussstation ausgebaut. Er hat damit Menschen getötet. Über Jahre.
Und das Vögelchen hat zugeschaut.
T. hat Twitter zum Leitmedium der Weltpolitik gemacht. Einer Weltpolitik des Bockmists. Gestatten, Donald Twitter, Präsident der Arschlöcher.
Und das Vögelchen hat genickt.
T., abgewählt, schwach, hat seinen Idiotismus nunmehr ins Capitol geschossen. Ein Haufen behörnter Deppen als Munition.
Und das Vögelchen hat den Daumen gesenkt.
Endlich.
Der geschlagene T. geht, angeknackst, bald gebrochen. Ein wütender Clown, ein enttäuschter Narziss, ein überzeugter Idiot.
Und das Vögelchen bleibt.
Befleckt.

One reply on “Ausgezwitschert”
Antithese
Der „market place of ideas“ machte Amerika größer als die Freiheitsstatue. Das Postulat der Freiheit berührt Amerikas Selbstverständnis. Freiheit löst alle Probleme. Wir Europäer verstehen das nicht. Auch Twitters Gewährenlassen von Donald Trump beruht neben ökonomischen Interessen auf dieser Traditionslinie.
Doch der „market place of ideas“ wird durch die Digitalisierung immer mehr zum „market place of shit“. Der shit storm wehte nun bis in den Kongress.
Scheiße.
Twitter hat reagiert.
Doch der Kampf um die Reichweite von Freiheit hat gerade erst begonnen.
Amerika will eben nicht wir jedes andere Land sein.